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Hier nun zuerst einmal, ganz ernsthaft, ein Zitat aus einem Brief von Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie, an einen Patienten – absolut erstaunlich, wie sehr seine Ratschläge auf die heutige Zeit zugeschnitten scheinen, und die meisten von uns könnten sich dies als Merkspruch über den Schreibtisch hängen… 

Der Mensch ist auf dieser Welt nicht bestimmt, sich zu überarbeiten, seine Kräfte und den Gang seiner Tätigkeit zu übertreiben. Tut er es, entweder aus Ehrliebe oder aus Gewinnsucht, oder aus anderen löblichen oder unlöblichen Absichten, so widerstrebt er der Ordnung der Natur und sein Körper leidet Abnahme, Zerstörung. Geschweige denn ein schon vorher geschwächter Körper…
Was Sie nicht fertig machen können in einer Woche, das kann in zwei Wochen fertig werden.
Nicht nur die schnellere oder stärkere Körperanstrengung schadet Ihnen, sondern auch noch weit mehr die dabei nötige Anstrengung des Geistes, und der gejagte Geist zerstört hinwiederum den Körper.
Wenn Sie sich nicht eine Portion kalte Gleichgültigkeit anschaffen – einen Grundsatz: Zuerst lebst du für dich, und nächstdem erst für andere, so kann aus Ihrer Besserung nicht viel werden….
Was Sie mit Bequemlichkeit fertig machen können, das machen Sie; was nicht fertig werden kann, das kümmere Sie nicht.

Oder ein Gedanke des griechischen Philosophen Plato (427 - 347 v. Chr.), der auch nach weit über 2000 Jahren noch wichtig und aktuell ist:

Denn das ist der größte Fehler bei der Behandlung der Krankheiten, dass es Ärzte für den Körper und Ärzte für die Seele gibt, wo doch beides nicht getrennt werden kann -
aber gerade das übersehen die Ärzte, und nur darum entgehen ihnen so viele Krankheiten, sie sehen nämlich nie das Ganze. Dem Ganzen sollen sie ihre Sorgen zuwenden, denn wenn es dem Ganzen schlecht geht, kann ein Teil unmöglich gesund sein.

(Wenn Plato wüsste, dass es heutzutage sogar Ärzte für jeden einzelnen Teil des Körpers gibt... für den Homöopathen dagegen ist es selbstverständlich, körperliche und psychisch - emotionale Symptome gleichermaßen in seine Behandlung mit einzubeziehen)

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Und nun allerlei Erbauliches: 

Wußten Sie schon, dass der berühmte Geiger Niccolo Paganini Patient bei Samuel Hahnemann in Paris was? Er ließ sich wegen einer Dauererektion behandeln, die schon beim bloßen Anblick einer Frau ausgelöst wurde. Paganini verliebte sich bei den Konsultationen unsterblich in Hahnemanns Ehefrau Melanie. Da sie ihn zurückwies, brach Paganini seine Behandlung ab.

 Thomas Duncan (1840 – 1902) war zu seiner Zeit ein angesehener Homöopath und veröffentlichte mehrere Schriften, die sich zumeist mit der Behandlung von Kindern befassten. 1878 publizierte er allerdings ein Werk mit dem Titel „How to be plump – wie man mollig wird“, ganz den damaligen kulturellen Standards entsprechend. Das Buch beinhaltet so wunderbare Kapitel wie:

-                     Wie ich mollig wurde
-                     Schlanksein als Krankheit
-                     Die Wichtigkeit des Wassers
-                     Der Wert des Fetts
-                     Die Notwendigkeit stärkehaltiger Nahrung und Süßigkeiten
-                     Wie man mollig wird.

 Carbo vegetabilis
Macht ihn schnell amabilis,
wenn der Homo sapiens
lästig wird durch Flatulenz.



Auch viele berühmte Dichter haben sich mit der Homöopathie auf verschiedene Weise auseinandergesetzt, woran man auch sehen kann, dass die Homöopathie in den 200 Jahren ihres Bestehens schon immer die Menschen beschäftigt hat. Hier z.B.


Heinrich Heine:

Aufrichtig gesagt: welche schreckliche Krankheit ist die Frauenliebe! Da hilft keine Inokulation (d.h. Impfung), wie wir leider gesehen.
Sehr gescheute und erfahrene Ärzte raten zu Ortsveränderung und meinen, mit der Entfernung der Zauberin zerreiße auch der Zauber.
Das Prinzip der Homöopathie, wo das Weib uns heilet von dem Weibe, ist vielleicht das probateste.

 

Franz Grillparzer:

Homöopathisch zu helfen bereit,
Muss an Tropfen dein Kranker sich laben;
Doch milden Sinn und Herzlichkeit
Gibst du in größern Gaben.


Karl Marx (die heilige Familie oder Kritik der kritischen Kritik):

Hahnemann, geh du voran, du hast die großen Wasserstiefel an!

 

Karl Immermann, Münchhausen, 1839

Die Folgen meiner Lüge treten mit einer Stärke auf, vor welcher die Wissenschaft scheu zurückweicht. 24 Ärzte gab es in der Stadt, alle kommen nach und nach zu der leidenden Kreatur. 24 Ansichten werden laut, 24 verschiedene und entgegen gesetzte Mittel werden verordnet. Der erste hält die Krankheit für eine Schwäche, der zweite für Hypersthenie, der dritte für eine neue Form der Schwindsucht. Der vierte verschreibt Sinapismen, der fünfte Kataplasmen, der sechste Bähungen, der siebente Adstringenia, der achte Mitigantia, der neunte Corroborantia; Ipecacuanha! Ruft der zehnte, nein, Hyosciamus! Schreit der elfte; keines von beiden, sondern Meerzwiebel, sagt ruhig der zwölfte, 13, 14, 15, 16, 17 operieren, skarifizieren, amputieren, evakuieren, trepanieren, Nummer 18 hat in der Diagnose recht, Nummer 19 findet die Prognose schlecht, der zwanzigste gibt Borax, der einundzwanzigste storax, der zweiundzwanzigste findet des Übels Sitz im Thorax, der dreiundzwanzigste mir Frankenwein bot, der vierundzwanzigste macht mich Kranken scheintot.
Aus diesem Zustande erweckt mich ein Homöopath mit 1/ 6 000 000 Gran Arsenik. „Herr Medizinalrat“, flüstre ich ihm, entkräftet von vierundzwanzigfacher allopathischer Behandlung zu, „Herr Medizinalrat, ich habs vom Lügen! – „Vom Lügen?“ versetzt er. „Nicht leichteres dann, als die Heilung. Similia similibus. Sie müssen verleumden, d.h. lügen mit feindseliger Absicht, dann gibt sich die Krankheit sofort!“

  

Karl May – Mit Reiseapotheke durchs wilde Kurdistan

Lord David Lindsay und Kara ben Nemsi, der Ich-Erzähler des Romans, reiten nach einem Besuch in Spandareh weiter und unterhalten sich darüber, was es eigentlich war, was man ihnen dort zu essen serviert hatte.. 

Kara ben Nemsi: Ja. Auch hielt es für Taube. Als ich mich aber erkundigte, hörte ich, dass es Fledermaus sei.
Lindsay: Fledermaus hat Häute!
K: Waren weggeschnitten.
L.: Also wirklich wahr?
Wirklich.
Kein Scherz, kein Spaß?
Ernst!
Fürchterlich! Oh! Bekomme Kolik, Cholera, Typhus, oh!


 - -  Er machte ein wirkliches Choleragesicht, ich musste Erbarmen zeigen:

Fühlt Ihr Euch unwohl, Sir?
Sehr! Yes!
Soll ich helfen?
Schnell! Womit?
Mit einem homöopathischen Mittel.
Habt Ihr eins? Mit ist wirklich übel! Armselig! Welches Mittel?
Similia similibus.
Wieder Zoologe? Latein?
Ja, Latein ist es: Gleiches mit Gleichem. Und zoologisch ist es auch, nämliche Heuschrecken.
Was, Heuschrecken?
Ja, Heuschrecken.
Gegen das Übelsein? Soll ich essen?
Ihr sollt sie nicht essen, sondern Ihr habt sie bereits gegessen.
Habe bereits? Ich?
Ja.
Dullness, Dummheit! Unmöglich! Wann?
Gestern Abend.
Ah! Erklärung!
Ihr sagtet vorhin die Beefsteaks seien sehr gut gewesen.
Sehr! Ungeheuer gut! Well!
Es waren keine Beefsteaks.
Keine? Keine Beefsteaks? Bin Englischman! Waren welche!
Waren keine! Ich habe ja gefragt.
Was sonst?
Es waren in Olivenöl gebratene Heuschrecken. Wir Deutsche nennen diese delikaten Springer sogar zuweilen Heupferde.